Fünf Workshops für mehr Reichweite, Buchungen und zufriedene Gäste

Die Sommersaison war noch nie so widersprüchlich:  Während einzelne deutsche Bundesländer fast schon überrannt werden, müssen andere um ihre Gäste kämpfen. Europäische Länder kündigen an, Touristen ins Land lassen zu wollen, wenn die Reisebeschränkungen im Juli schrittweise aufgehoben werden. Ferndestinationen öffnen sich erstmal für den inländischen Tourismus. Internationale Hotellerie und Fluggesellschaften müssen Ihre Auslastung stark limitieren.  Wie Sie als Tourismusmarketing-Verantwortlicher in diesem Chaos die Reisefreude Ihrer Gäste in konkrete Buchungen überführen, lernen Sie in diesen fünf Workshops. 

Workshop 1. Content 

Guter Content ist für Sie jetzt noch wichtiger. In unserem Content Workshop lernen Sie den Mehrwert Ihrer Angebote den Kunden zu vermitteln und Ihre Destination bekannt zu machen. Sie erarbeiten Geschichten, die auf Ihr Unternehmen einzahlen, und inszenieren Erlebnisse und Abenteuer. Sie optimieren Inhalte auf Ihrer Website für Ihre Wunschgäste, stärken die Kundenbindung in Ihrem Newsletter und lösen Reiselust über Ihre Social-Media Kanäle aus. So generieren Sie mit Ihren Inhalten neue Anfragen! 

Workshop 2. Positionierung  

Das Vertrauen Ihrer Kunden ist die Währung in der Krise. Sie überzeugen Ihre Gäste leichter, wenn Ihre Destination oder Ihr Reiseunternehmen Profil gewinnt. Im Positionierungsworkshop gehen wir auf eine Entdeckungsreise nach Ihrer unternehmerischen Identität, die Sie von anderen abhebt. Davon leiten wir die Themen für Ihre Kundenkommunikation ab. Mit klaren Botschaften stärken Sie Ihr Profil und erzeugen Sympathie. Kommunizieren Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale und gewinnen Sie zusätzliche Kunden! 

Workshop 3. Websiteoptimierung 

Ihre Website ist Ihr zentraler Ort für die Gästekommunikation – und muss deswegen reibungslos funktionieren. Fühlt sich Ihr Kunde auf Ihrer Website angesprochen und kann er schnell die gesuchten Informationen finden? Im diesem Workshop prüfen wir gemeinsam, ob die relevanten Themen sinnvoll platziert sind und wie Ihre Gäste zur Buchung geführt werden. Wir untersuchen Ihre Websitestruktur, Texte und Trafficquellen inkl. Social-Media (u.a. Facebook, Instagram und Pinterest). So bekommt Ihre Website mehr Besucher! 

Workshop 4. Digital Advertising  

Mit Digital Advertising können Sie erfolgreich die Reichweite auf Social-Media ausbauen und die Besucherzahl Ihrer Website steigern. In diesem Workshop erhalten Sie konkretes Know-how für die Werbung in digitalen Medien (u.a. Einrichtung von Kampagnen, fortlaufende Optimierung und Erfolgsmessung). Mit durchdachten Kampagnen erreichen Sie garantiert mehr Buchungen über Facebook, Instagram und Google! 
 

Workshop 5. Analytics  

Was Ihre Daten über Ihre Gäste verraten – diese Erkenntnis hilft Ihnen, Ihren Betrieb auf die Überholspur zu bringen und Ihre Gäste besser zu verstehen. Der Schwerpunkt dieses Workshops liegt auf der bedarfsorientierten Erstellung von Reports und Analysen, sowie der Einrichtung von Dashboards in Facebook Analytics und Google Analytics. Von unseren Analytics-Experten erhalten Sie praxisnahes Wissen, mit dem Sie Ihre Angebotskommunikation gezielt verbessern und neue Buchungen generieren.  

Wir führen unsere Workshops sowohl  online  als auch offline durch. Stets  in einer lockeren Atmosphäre und auf Augenhöhe. Schicken Sie uns eine kurze Nachricht, wie beraten Sie gern! 

Kontakt 
Anna Pashkova 
Christian von Häfen 

tourism@neusta.de 

Rasender Stillstand – Marketing zwischen Lock-Down und Normalität

5 Bedingungen damit Sie im Marketing besser auf die aktuellen Entwicklungen reagieren können. 

Agile Marketing hilft komplexe Situationen besser zu meistern.

Wo stehen wir? 
Tourismus in Deutschland und Europa wird in diesem Sommer möglich sein. Im Zuge der Öffnung ist in den EU-Ländern und untergeordneten Administrationsebenen eine Kakophonie an Regelungen entstanden. Zusätzlich befinden sich die Vertriebsstrukturen in heftigen Turbulenzen. Das betrifft sowohl die stationären als auch digitalen Vertriebskanäle. Reiseveranstalter kämpfen um das Überleben oder haben den Kampf bereits verloren. Auch im Transportsektor sieht es nicht besser aus. Viele Verbindungen sind eingestellt und Kapazitäten werden erst langsam wieder hochgefahren. Wie ist in einem solchen dynamischen Umfeld eine effektive Marktbearbeitung noch möglich? 
Klassische Herangehensweisen sind spätestens hier zum Scheitern verurteilt. Zu schnell ändert sich der Markt und die Bedürfnisse der Gäste. Komplexe Situationen wie die gegenwärtige, zwischen Shut-Down und Normalität, lassen sich nur mit einem agilen Marketingansatz beherrschen. Doch was bedeutet das konkret? 

Abb: Disziplinen die im agilen Marketing-Prozess zusammenarbeiten.  
Die Rollen können intern oder extern besetzt sein.
  1. Das Team – Keine Hierarchien & Transparenz 
    Projektstrukturen müssen einen offenen unmittelbaren Austausch sicherstellen. Alle Teammitglieder sitzen in einem Boot. Ganz gleich ob sie für eine Destination Marketing Organisation (DMO), einen Leistungsträger oder einem unterstützenden externen Dienstleister arbeiten. 
  2. Die Daten – Die Stunde der Analysten 
    Daten müssen in engmaschigen Zyklen erhoben und analysiert werden, um Marktchancen zu erkennen und durch Kampagnen anzusteuern. Voraussetzungen dafür ist nicht nur ein ordentliches Setup der Analyse-Tools wie Google Analytics oder Sistrix, sondern auch eine tagesaktuelle Auswertung der betreffenden Sektoren der Reiseindustrie. 
  3. Die Gäste – Von Angst bis Draufgängertum 
    Zielgruppen haben sich in Bezug auf Ihr Buchungsverhalten schon immer unterschiedlich verhalten. Bereits in der Krise gab es viele Menschen die bei den DMOs oder Leistungsträgern nachgefragt haben, wie sie in der Region Urlaub machen können. Wenn nötig waren sie sogar bereit den Rechtsrahmen zu beugen. Demgegenüber stehen Gäste, die Angst haben und zutiefst verunsichert sind. Und dazwischen gibt es viele Abstufungen. Die Folge: Zeitgleich muss für jede Gäste-Gruppe eine komplett unterschiedliche Ansprache erfolgen. 
  4. Die Kommunikation – Kampagnen auf Speed 
    In der momentanen Situation sind langfristige Kampagnen-Planungen obsolet – waren sie aber eigentlich schon seit ein paar Jahren. Denn in digitalen Kampagnen wird alles in Echtzeit durch die Zielgruppe getestet und kann entsprechend permanent optimiert werden. Die Entwicklung, Abstimmung und der Rollout eines Kampagnenmotivs muss so schnell sein, wie die sich ändernde Informationslage. Im Idealfall entstehen im Wochenrythmus immer neue zielgerichtete Kampagnen. 
  5. Die Website – Bedarfsorientierte Einstige 
    Auch eine Binsenweisheit: Je mehr ich dem Webseiten-Besucher spiegele, dass ich Ihn verstehe, desto eher wird er mein zahlender Gast. Je größer die Verunsicherung, desto passgenauer muss die Ansprache sein. Wenn aber die Bedürfnisse so unterschiedlich sind, muss die Website so individuell wie die Gäste werden. Die Lösungen sind hier, bedarfsorientierte Einstiege, Google Optimize und weitere Tools die eine zielgruppenorientierte Ansprache ermöglichen. 

neusta tourism hilft  
Wir leben seit 20 Jahren Digitalisierung und Tourismus und stehen Ihnen gerne als Sparringspartner zur Verfügung und helfen bei der Umsetzung von agilen Marketingprozessen, um z.B.: kurzfristig mehr Buchungen zu generieren, den Gästedialog zu verbessern oder sich vom Wettbewerb abzusetzen.  

Sprechen Sie uns einfach an: 
tourism@neusta.de  
+49. 30. 80 58 59 – 20 

Agile Methoden & Organisation 
Matthias Stache, Matthias.Stache@kurswechsel.jetzt 

Inspiration & Information 

Digitale Pressearbeit, Radio PR 
Schulungen und Workshops mit Reisebüros und Veranstalter 
Michaela Grün: -223, m.gruen@neusta.de 

Digitale Magazine, Content, eLearning 
Olga Sanavia: -270, o.sanavia@neusta.de 

Social Media 
Anna Pashkova: -277, a.pashkova@neusta.de 

Perfomance & Sales 

Kampagnen Strategie 
Frank Grafenstein: -290, f.grafenstein@neusta.de 

Analytics, Tagging und Digitale Kampagnen 
Christian von Häfen: -222, c.vonhaefen@neusta.de 

Buchungen generieren, Partner Kooperationen 
Matthias Kraft: -261, m.kraft@neusta.de 

Glaubwürdigkeit in der Krise

Wie sich Medienverhalten in Ausnahmesituationen verändert und was das für den Tourismus bedeutet.

Es scheint, dass sich in der Krise der Betrachtungswinkel und die Informationsbedürfnisse deutlich von dem Verhalten in “normalen” Zeiten unterscheidet und interessante Bewertungen zu Tage treten. 

Social Media – eigentlich die heitere Quelle fortwährender Reiseinspiration – hat in der Krise (laut einer Studie von Infratest Dimap) geringe bis gar keine Glaubwürdigkeit. Youtube wird immerhin noch von 19% als glaubwürdig erachtet, Facebook mit 8% und Instagram mit 4% sind als irrelevant einzustufen. 

Umgekehrt betrachten 46% Zeitungen und Zeitschriften und 76% der Befragten Tageszeitungen als glaubwürdig.  Welche Schlüsse ergeben sich daraus? Unter dem Brennglas der Krise offenbart sich, was wir schon lange wissen, aber im Rausch der Digitalisierung oft verdrängen: Print ist nach wie vor das Medium, um glaubwürdig Fakten und Emotionen zu verbreiten. Ganz abgesehen davon empfinden viele Gäste hochwertige Kundenmagazine als eine besondere Wertschätzung.  

In Zeiten der Krise ist aber leider auch der Vertrieb von gedruckten Informationen nur eingeschränkt möglich. Es gibt weder Messen noch Events und auch die Platzierung von Beilagen ist schwierig. Kundenkontakte finden im Moment, wenn überhaupt, nur virtuell statt. 

Hier braucht es neue Lösungen. neusta tourism hat, unter der Federführung von neusta destination solution, mit dem Digital-Magazin destination.travelstory das passende Produkt geschaffen. 

“Als eingefleischter Verfechter gedruckter Destinations-Magazine, bin ich begeistert, wie gut wir mit destination.travelstory unsere Zielgruppen über deren mobilen Endgeräten ansprechen können. Dies ist die ideale Ergänzung zu unserem bisherigen Publishing Angebot”, so Matthias Kraft, Key-Account-Manager Asia. 

Der hohen Glaubwürdigkeit der Print Titel folgend, empfiehlt sich eine Bewerbung gerade in den digitalen Angeboten hochwertiger deutscher Zeitungen und Zeitschriften.  Dort haben sich z.B. die redaktionell anmutenden Native Ads, als effiziente und kostengünstige Werbeform, zur Gewinnung von interessierten Lesern bewährt. Unserer Erfahrung nach, können mit 1.000 € Media Budget bis zu 2.000 Besucher für das Digital-Magazin destination.travelstory gewonnen werden.  

Die ersten Ausgaben der destination.travelstory werden bereits im August 2020 gelauncht.

Gerne erschaffen wir auch für Ihre Kunden digitale Leseerlebnisse und freuen uns, für Sie bald tätig sein zu dürfen.  Sprechen Sie uns an:
Matthias Kraft, m.kraft@neusta.de

Was kostet die Welt?

Auf welche Marktsituationen müssen sich touristische Unternehmen und Regionen nach dem Lockdown vorbereiten und wieviel Budget ist notwendig, um kurzfristig Buchungen zu generieren? 

Was kostet die Welt
Was kostet ein Gast nach der Krise?

Irgendwann im Juli oder August wird der überregionale und vielleicht auch grenzüberschreitende Tourismus in Fahrt kommen. Diese Situation kann mit einem Wochenmarkt verglichen werden, der statt morgens um 7:00 erst um 14:00 aufmacht. Die Herausforderung: Die Waren müssen in der verblieben, viel kürzeren Zeit verkauft werden. Welche Optionen hätten die Händler dieses Marktes? 

Rette sich wer kann 
Jeder Händler versucht sein eigenes Geschäft zu retten und es bricht ein gnadenloser Preiskrieg los. Obst und Gemüse ist verderblich, genauso wie Hotelbetten und Sitzplätze in Bussen oder Flugzeugen. Was ich heute nicht verkaufen kann ist verloren. Und die Banken wollen natürlich auch Umsatz sehen.

Wer am lautesten schreit, wird gehört 
Marktschreier werden gute Geschäfte haben. Denn wer auf dem ganzen Markt gehört wird, dessen Chance steigen beträchtlich zusätzliche Kunden anzulocken. Und Kunden neigen dazu, aus einer starken Markt-Präsenz auf gut laufende Geschäfte und daraus auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu schließen. Gerade unentschiedenen Kunden sind dankbar für jede Form von „Orientierungshilfe“. 

Gemeinsam sind wir stark 
Es kann aber auch sein, dass sich alle Marktteilnehmer dieses Wochenmarktes zusammenschließen. Denn den Händlern ist bewusst, dass die Attraktivität ihres Marktes für ihre Kunden vor allen die Vielfalt des Angebotes ist. Niemanden ist daher geholfen, wenn aus kurzfristigem Profitstreben einigen Händler leer ausgehen.  

Die Wahrheit wird wahrscheinlich – wie immer – zwischen diesen Optionen liegen. 

Absehbar ist, dass es nationale und regionale Solidarität geben wird. Aber ebenso wahrscheinlich wird auch ein gnadenloser Wettbewerb zwischen den Regionen und Nationen ausbrechen. Die Vorbereitungen für einen lauten Marktauftritt laufen teilweise schon. Doch wieviel muss investiert werden, um möglichst gut gehört zu werden? 

Was kosten ein Gast, ein Interessent, ein Webseitenbesucher ein Like? Das ist unbestreitbar von vielen Faktoren abhängig. Als Experten im touristischen Performancemarketing haben wir diese Erfahrungen gemacht. Schon mit einem Media Budget von 1.000€ können touristische Anbieter bei gutem Konzept, Werbeanzeigen und Kampagnen Aussteuerung unserer Erfahrung nach bis zu … 

  • 15 Buchungen von Studien- und Rundreisen
    (bei Buchungen von durchschnittlich 4.000 EUR) oder
  • 40 Buchungen von Ferienwohnungen oder
  • 3.000 Webseiten Besucher über Facebook Werbeanzeigen oder 
  • 5.000 Webseiten Besucher über Google Suchanzeigen oder 
  • 40.000 Likes für ihre Beiträge auf Facebook oder 
  • 5.000 Facebook Likes für ihre Webseite oder 
  • 100.000 Video Views auf YouTube gewinnen. 

Teilweise konnten wir sogar sehr viel bessere Ergebnisse erzielen und prognostizierte Leistungswerte um bis zu 500% übertreffen. So z. B. im Rahmen der #richtiggemacht Social Media Kampagne für das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).  Bedeutet beindruckende 5x mehr Kampagnen Leistung. Ohne zusätzliche Mediakosten.  

Wie ist das möglich? Entscheidend aus unserer Sicht: eine exzellente und einzigartige Kampagnen Idee, deren hervorragende kreative Umsetzung und hohe Qualität bei Kampagnenplanung und -umsetzung. Basierend auf hoher touristischer Expertise, Offenheit für kreative Ideen und optimaler Zusammenarbeit aller Beteiligten.  

Sie wollen effizient, kurzfristig Buchungen generieren?  
Sprechen Sie uns an:

Christian von Häfen
c.vonhaefen@neusta.de

Letzte Lockerungen für die Zeit nach Corona

Nun ist er in aller Munde – der Tag oder vielmehr die Zeit nach Corona. Wuhan ist das weltweit beobachtete Experimentierfeld und in vielen Regionen und Staaten sind die Interpretationen dieses Experiments in vollem Gange. Verantwortliche stehen unter Zugzwang Entscheidungen zu treffen. Noch diese Woche erwarten viele Menschen erste Ergebnisse von ihren Politikern.

Die vor Ostern veröffentliche Befragung des Kompetenzzentrums Tourismus deutet zumindest für Deutschland darauf hin, dass die möglichen Szenarien zeitlich und in Bezug auf ihre Auswirkungen sehr weit auseinanderklaffen. Diese Szenarien beruhen auf Meinungen von Experten im Deutschlandtourismus. Ein Experte ist kein entmenschlichtes Wesen, sondern wird immer auch seine persönlichen Ängste und Wünsche in seine Beurteilung projizieren. Der Deutschlandtourismus hat diese Form des Einschnitts im Tourismus noch nie erlebt. Entsprechend sehen sich auch viele Experten zum ersten Mal mit einer Ausnahmesituation konfrontiert, die sich stark auf das persönliche Umfeld auswirkt. 

Regionen in anderen Teilen der Welt kennen solche Extremereignisse bereits. Um aus der Spirale der Aufregung herauszutreten, macht es deshalb Sinn auf vergangene Krisen zu blicken, denn diese spiegeln das reale Reiseverhalten der Reisenden wider. Und vielleicht hilft dieser Schulterblick auch sich auf das Wesentliche zu fokussieren.

Ein Blick zurück in 3 Grafiken.

Ein Unglück kommt selten allein

Auch jetzt werden wir erleben, dass die Gesundheitskrise und eine Wirtschaftskrise sich überlagern werden. Touristiker werden somit zwei Ängsten begegnen. Der Angst vor Krankheit und Tod und finanzielle Existenzängste. Beidem muss nicht nur in den Prognosen, sondern auch in der Kommunikation begegnet werden.

Wie sich die Überlagerung von zwei Krisen auswirkt, können wir anhand des Incoming Tourismus nach Großbritannien, während der Weltwirtschaftskrise und Schweinegrippe im Jahr 2008/2009, ersehen.

Bemerkenswert ist nicht nur die unterschiedliche Ausprägung für die Quellmärkte Deutschland, Spanien und Südkorea, sondern auch der höchst unterschiedliche Einfluss der beiden Krisen. Während die Deutschen damals ihr Reiseverhalten hauptsächlich von der wirtschaftlichen Situation beeinflussen ließen, war es in Spanien das Gesundheitsrisiko.

Fazit: Stimmen Sie die Kommunikation in der Touristik auf jeden Quellmarkt individuell ab, sowohl zeitlich als auch inhaltlich.

Do the right thing

Quellmärkte sind unterschiedlich. Das hat sich schon während der Sars-Krise manifestiert. Dabei konnte festgestellt werden, dass Märkte nationale Eigenheiten besitzen.

So zeigten die Einreisezahlen nach Taiwan, dass Touristen aus USA und Hongkong frühzeitiger als Japan auf die Krise reagierten, aber der Vorkrisenstand bereits nach sechs Monaten wieder erreicht wurde. Japan brauchte dagegen über 12 Monate. Reisende aus unterschiedlichen Quellmärkten haben ein unterschiedliches Sicherheitsbedürfnis und brauchen unterschiedlich lange, um wieder Vertrauen zu fassen. Ein erhöhter Kommunikationsdruck kann hier auch schnell ins Leere laufen!

Fazit: Setzen Sie Ihren Recovery-Etat weise ein! Der Fokus der Kommunikation sollte zunächst auf den Märkten liegen die schnell zurückgewonnen werden können.

The first cut is the deepest

Ja, es stimmt. Die gegenwärtige Krise wird für den Tourismus verheerender sein, als die vorangegangenen Krisen.

Aktuell geht die UNWTO von einem Rückgang von 20% bis 30% der weltweiten Ankünfte aus. Doch sind solche Prognosen immer auch politisch motiviert, um in der Vielstimmigkeit der Hilfeschreie die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. 
Daran ist nichts Verwerfliches, solange es uns nicht kopflos macht. Bleiben wir realistisch und schärfen unseren Blick anhand vergangener Einschätzungen. So hat die UNWTO für das Krisenjahr 2009 für Europa einen Rückgang der Ankünfte von 10% prognostiziert, real waren es später dann unter 5%.

Fazit: Auch wenn Sie sich auf das Schlimmste vorbereiten, sollten Sie dadurch nicht Ihre Handlungsfähigkeit verlieren.

Aus unser über 20-jährigen Erfahrung im Tourismusmarketing für teilweise „schwierige“ Regionen und Ländern haben wir folgendes gelernt:  Individuelle Ängste und Vertrauen bestimmen das Reiseverhalten maßgeblich. Diese sind jedoch beinflussbar, denn Menschen vertrauen Menschen und wir alle in der Tourismusindustrie können direkt und unmittelbar dazu beitragen, Ängste abzubauen und Vertrauen zurückzugewinnen.

Was denken Sie, wie es weiter geht? 
Diskutieren Sie live mit uns:
– Achtung verschoben! – Donnerstag 30.4.2020 zwischen 11:00 und 12:30
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Für unser digitales Meeting benötigen Sie zwei Dinge:

  1. Den Link zu unserem digitalen Empfangsraum in „Microsoft Teams“. Dort treffen wir uns zu Beginn und besprechen die weiteren Schritte. Sie brauchen hierfür keine Registrierung. Hier geht es zum digitalen Empfangsraum
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Der Tag danach

7 Szenarien wie sich der Tourismus nach Corona verändern könnte

Irgendwann wird er kommen: Der Tag nach der Krise. Und auch wenn Verreisen für viele außerhalb der Tourismusbranche im Moment ein absolut nachrangiges Thema ist, wird es nach der Krise wieder an Bedeutung zunehmen. Die Frage ist nur, unter welchen Paradigmen Reisen dann stattfinden wird. Denn aktuell ändern wir massiv unser Miteinander, unsere Verhaltensweisen und unsere Sicht auf die Welt. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass viele dieser veränderten Verhaltensweisen beibehalten werden. Wie wirkt sich dies auf den Tourismus aus?

Sieben Szenarien die zur Diskussion und zum Widerspruch anregen sollen:

Safety First

Bloß kein Risiko eingehen! Wir haben in der Krise gelernt, Menschenmassen zu meiden. Deshalb fahren wir nur noch mit dem eigenen Auto in den Urlaub und machen um kollektive Beförderungsmittel wie Bus, Bahn und Flugzeug aber auch carsharing einen weiten Bogen. Nur das eigene Auto bietet die nötige Sicherheits- und Komfortzone.

  • Profitieren werden Nahziele und Destinationen mittlerer Entfernung. Die Zunahme des Individualverkehrs wird die Verkehrsinfrastruktur an touristischen Hotspots an seine Grenzen bringen. 

„Europäische Arroganz“ 

Verfolgt man die Berichterstattung mancher asiatischer Länder über das Krisenmanagement der Europäer, stößt man öfter auf den Begriff der „Europäischen Arroganz“. Gemeint ist damit die Sichtweise der Europäer auf Methoden (wie z.B. Tracking-Apps), die in Asien erfolgreich zur Eindämmung der Krise geführt haben, die aber aus europäischer Sicht in freiheitlichen Gesellschaften nicht umsetzbar sind. 

  • Asiatische Destinationen werden sich vermehrt um Touristen aus nahen Quellmärkten bemühen. Begünstigt wird dies durch das frühzeitigere Abflauen der Krise in Asien. Gäste aus europäischen Märkten werden zukünftig als Risikogruppe eingestuft und ausgegrenzt.

Zu Gast bei Fremden

In der Krise haben wir gelernt, dass jeder Fremde ein potentieller Gefährder der Gesundheit ist. Aktuell werden Menschen mit asiatischer Herkunft beim Husten in der Öffentlichkeit besonders misstrauisch beäugt und Autofahrer mit ortsfremden Kennzeichen sollen doch bitte schleunigst dahin gehen wo sie herkommen. 

  • Tourismus wird wieder zum Fremdenverkehr. Außerhalb des Kreises der professionell im Tourismus arbeitenden Menschen geht man zu nicht Ortsansässigen auf Distanz. Der aktuelle Megatrend, im Urlaub in die Lebenswelt anderer Menschen einzutauchen ist out.

Seefahrt tut not

In der Krise hat das Bild der Kreuzfahrt-Branche schwer gelitten. Unvergessen sind die Bilder der Passagiere, die auf ihren Luxuslinern unter einzelhaft-ähnlichen Bedingungen in ihren Kabinen unter Quarantäne gesetzt wurden.

  • Zukünftig werden sich Destinationen sehr genau überlegen ob sie die Versorgung der Kreuzfahrtschiffe in ihren Häfen noch erlauben und Landgänge der Passagiere zulassen. Genaue Gesundheits- und Passkontrollen sollen Risiken minimieren, die aber vor und während der Reise zu langen Wartezeiten führen werden. Die Zeit der unbeschwerten Seereise ist erst einmal vorbei.

Keine freie Fahrt für freie Bürger

Die Abschottung von Regionen und europaweite Einschränkungen im Grenzverkehr beenden die Freizügigkeit des privaten Verkehrs im Schengenraum. 

  • Zukünftig muss wieder mit Staus und Wartezeiten an den Grenzen gerechnet werden, zumal der Individualverkehr nach der Krise zunehmen wird. Der grenzüberschreitende innereuropäische Tourismus wird abnehmen.

Death of a Salesman

Die Krise war ein Turboschub für die Digitalisierung. Viele Branchen mussten innerhalb weniger Tage auf eine virtuelle Organisation umstellen. Und – oh Wunder – es klappte zu großen Teilen. Workshops, Meetings, Präsentationen können auch bequem dezentral durchgeführt werden, die anfallenden An- und Abreisezeiten für eine bessere Vorbereitung und Abstimmung benutzt werden. Homeoffice hat in der Akzeptanz bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern einen Durchbruch erreicht.

  • Diese Entwicklung ist nicht mehr umkehrbar. Tagungshotels, Messen und Eventlocations stehen schwere Zeiten bevor und müssen mit neuen Angeboten und Mehrwerten Ihr Stammpublikum überzeugen.

… oder, am Ende wir alles gut und wenn nicht, dann ist es noch nicht das Ende…

What a wonderful world

Isolation und Social Distancing haben uns vor Augen geführt, wie wichtig uns zwischenmenschliche Begegnungen sind. Die Krise hat uns aber auch gezeigt wie wichtig Solidarität, Kreativität und Kooperation sind. Ein starker Staat hat mit massiven Unterstützungen die schlimmsten Folgen der Krise abgewendet. 

  • Freizügigkeit und Urlaubsreisen werden jetzt als ein Privileg wahrgenommen mit dem bewusster umgegangen wird. Nach Monaten der Unsicherheit und Entbehrung will man sich wieder etwas gönnen. Raus aus den eigenen vier Wänden. Abwechslung ist jetzt angesagt. Lebensträume werden nicht mehr auf die lange Bank geschoben, sondern jetzt realisiert. Die Tourismusbranche profitiert von all diesen Bedürfnissen und ist vitaler als je zuvor.

Was denken Sie, wie es weiter geht? 
Diskutieren Sie live mit uns:
Donnerstag 9.4.2020 zwischen 11:00 und 12:00
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Tourismus nach Corona gestalten

Es sind radikale Zeiten. Rigoros hat der Staat das öffentliche Leben quasi über Nacht ausgeschaltet. Die Menschen bleiben zuhause, um dort die Krise abzuwarten. Sie arbeiten zuhause, sie leben zuhause. 

Das erinnert an eine längst vergangene Zeit, in der Arbeit fester Bestandteil des täglichen Lebens war und auch in und um das Haus herum stattfand. Mit der Industrialisierung verband sich der Begriff der Arbeit mit dem Ort der Leistungserbringung. Zunächst war es die Fabrik, heute ist es das Büro. 

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass es an einigen Stellen durchaus möglich ist, Arbeit und Leben nebeneinander, ineinander verwoben stattfinden zu lassen. Dienstreisen finden faktisch nicht mehr statt, Menschen arbeiten über weite Entfernungen teilweise problemlos zusammen. Vieles lässt sich einfach digital erledigen und erleben. 

Und genau wie die Unternehmen jetzt lernen, dass nicht jede Dienstreise und jede Tagung notwendig ist, so ist es denkbar, dass die Menschen ihr Verhalten in Bezug auf neue Erlebnisse verändern. 

In dem Artikel „Der Tag danach“ gehen wir auf mögliche Auswirkungen auf den Tourismus und die Destinationen ein.

So gibt es möglicherweise einen plötzlichen Ansturm auf die altgewohnten Angebote im Tourismus. Möglicherweise haben sich Gewohnheiten aber bereits so verändert, dass ganz neue Formen des Tourismus entstehen müssen. In jedem Fall wird die Welt nach Corona eine andere sein. Und das hat Auswirkungen auf die Art, wie wir uns organisieren müssen.

Während wir früher die Möglichkeit hatten, selbst zu entscheiden, in welcher Geschwindigkeit wir welche Veränderungen angehen wollen, müssen wir nun handeln.

Diejenigen Unternehmen, die bereits vor der Krise begonnen haben, sich mit neuen Formen der Zusammenarbeit in komplexen Märkten auseinanderzusetzen, haben vielleicht bereits ein gewisses Maß an Anpassungsfähigkeit erreicht. 

Denn: Je höher das Maß an ermöglichter Selbstorganisation, umso schneller und leichter gelingt die Anpassung an diese neue Situation.

Lehren und Möglichkeiten

1. In Ungewissheit funktionieren Pläne nicht mehr.
Aber wir können uns gut vorbereiten.

Wir sind es gewohnt Pläne zu machen und diese auszuführen. In einem sich ständig ändernden Umfeld helfen uns Pläne jedoch nicht weiter. Hier braucht es die Fähigkeit, aus Beobachtungen Annahmen abzuleiten und viele kleine Versuche zu starten damit daraus neue Lösungen entstehen können.

Wir helfen Ihnen bei der Frage: Wie müssen wir unsere Arbeit umgestalten, sodass wir auf Überraschungen besser reagieren können?

2. Miteinander statt gegeneinander

Eine weitere Erkenntnis aus unserer Arbeit mit dynamischen Umfeldern ist, dass die Zukunft der Kooperation gehört. Das betrifft die Kollegen, die für klar abgegrenzte Aufgaben zuständig sind und viel mehr Wert schaffen können, wenn sie zusammenarbeiten. Das gilt aber auch für Unternehmen. Statt die Energie darauf zu lenken, den Konkurrenten abzuhängen, kann viel Wert entstehen, wenn man seine Fähigkeiten gemeinsam einsetzt. 

Wir helfen Ihnen bei der Frage: Welche Netzwerke können wir jetzt aufbauen, die uns helfen, in der Zeit danach gemeinsam stark zu sein?

3. Innovationsfähigkeit stärken

Wir erleben möglicherweise eine umwälzende Veränderung in den Bedürfnissen unserer Kunden. Haben wir auch die Fähigkeiten, diese zu erkennen und neue Angebote zu kreieren? Innovation lässt sich nicht verordnen, das entspricht der Aufforderung: „sei spontan!“. Innovation braucht Rahmenbedingungen, in denen sie entstehen kann. Erst wenn Fehler als Chancen erkannt werden, wir möglichst viele Perspektiven in die Lösungsentstehung einfließen lassen und die Möglichkeit haben, Dinge schnell auszuprobieren, hat das Neue eine Chance, sich zu zeigen. 

Wir helfen Ihnen bei der Frage: Welche Rahmenbedingungen müssen wir schaffen, damit wir für neue Bedürfnisse passende Angebote schaffen können?

Werden Sie zum Gestalter

Nutzen wir die Zeit, um uns mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Werden wir zu Gestaltern der Situation. Gehen wir in die Offensive, lenken wir den Blick auf das, was wir bereits sehr gut können und nutzen wir diese Fähigkeiten, um neue Lösungen für bestehende Kunden zu entwickeln oder um uns sogar ganz neue Märkte zu erschließen.

Wir begleiten Sie gern auf diesem Weg.

Was denken Sie, wie es weiter geht? 
Diskutieren Sie live mit uns:
Donnerstag 9.4.2020 zwischen 11:00 und 12:00
Jetzt teilnehmen

Für unser digitales Meeting benötigen Sie zwei Dinge:

  1. Den Link zu unserem digitalen Empfangsraum in „Microsoft Teams“. Dort treffen wir uns zu Beginn und besprechen die weiteren Schritte. Sie brauchen hierfür keine Registrierung. Hier geht es zum digitalen Empfangsraum.
  2. Einen Zugang zum digitalen Arbeitsboard „Miro“. Hierfür müssen Sie sich kostenlos registrieren, was aber sehr schnell geht. Dort können die Teilnehmer ihre Arbeitsergebnisse entstehen lassen und festhalten. Hier geht es zur Registrierung für das digitale Arbeitsboard.

neusta tourism hilft

Gegen die Angst – mit dem Corona Hilfsfonds wollen wir ein Zeichen der Solidarität in der Touristik setzen

Vertreter wissenschaftlicher Disziplinen, die bisher ein Schattendasein fristeten und von denen man vielleicht nicht einmal wusste, dass sie existieren, können sich dieser Tage vor Medienanfragen kaum retten. Hierzu gehören auch die Vertreter der Angstforschung. Nicht nur eine Virus-Pandemie rollt um die Welt, sondern auch eine Welle der Angst und diese ist mindestens so ansteckend wie das Virus selbst. Was kommt auf uns in den nächsten Wochen zu? Wie wird es uns und unseren Liebsten ergehen? Was passiert mit unserer Arbeit? – das Gedankenkarussell dreht sich immer schneller, all die offenen Fragen setzen uns zu.

Hier setzt Dr. Borwin Bandelow, Präsident der Gesellschaft für Angstforschung, an. Erst nach Erreichen des Höhepunktes einer Krise, erst nachdem das ganze Ausmaß klar ist, können wir wieder entspannter mit unseren Gefühlen umgehen. Es ist die Unwissenheit, das Unbekannte, der scheinbare Kontrollverlust, der uns umtreibt. Er ruft dazu auf, sich in der jetzigen Phase bewusst darauf zu besinnen, was man im Moment kontrollieren und gestalten kann, wo man helfen oder aktiv werden kann.

Raus aus dem Panikmodus, rein in den Kreativmodus. So sehr der Staat jetzt gefordert ist, glauben wir daran, dass Touristiker sich auch gegenseitig unterstützen sollten. Wir von neusta tourism haben daher mit unseren Partnern den Corona-Hilfsfonds für den Tourismus aufgelegt. Im Kern sind es kostenlose Leistungen für Destinationen und Leistungsträger aus den Bereichen Beratung, Coaching, digitales Storytelling und Marketing.

Tourismus war immer eine Branche des persönlichen Glücks und Wohlbefindens und sollte es auch in dieser schwierigen Zeit bleiben. Gemeinsam können wir das schaffen – zunächst im digitalen Raum und dann wieder bei Ihnen vor Ort.